Alle schwören auf Yoga

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Alle schwören auf Yoga


Nur ein Trend oder bringt das wirklich was?

Hört man das Wort ‚Yoga‘ sind doch die ersten Gedanken ‚Das ist doch nur so Esoterik-Kram‘ oder ‚Wie langweilig, im Schneidersitz rumsitzen kann wohl jeder‘.
Yoga hat schon seit Eh und Je mit Vorurteilen zu kämpfen, vor allem wird es auch gern als ‚Frauensache‘ abgestempelt.
Im Moment gibt es einen regelrechten Hype um die Sportart. Ob in der Werbung, wo Yogalehrer ihre Trainings-DVDs verkaufen wollen, auf Facebook oder Fitnessseiten auf Instagram – Alle schwören auf Yoga.

Und was ist Yoga jetzt genau?

Yoga gibt es in vielen verschieden Varianten schon seit über 3000 Jahren und kommt ursprünglich aus Indien.
Die verschiedenen Übungen sind ein Zusammenspiel von Kraft, Ausdauer, Balance, Dehnung und bewusster Atemtechnik.
Der beliebteste Grund warum Yoga so viel praktiziert wird, vor allem auch von Frauen, ist der Abnahm-Effekt.

Und was kann Yoga noch?

Yoga wird auch oft gegen bestimmte Krankheiten angewendet.
Natürlich kann es nicht alles heilen, hat man jedoch ein Programm mit gut aufeinander abgestimmten Übungen kann es gegen Schmerzen und Beschwerden des Bewegungssystems wie z.B. Nackenverspannungen oder Rückenschmerzen helfen.
Genauso hilft es bei stressbedingten Krankheiten wie Schlafstörungen.

Studien zeigen deutlich positive Effekte auf psychische Erkrankungen wie Depressionen, Essstörungen, ADHS oder auch Schizophrenie.
Und das natürlich alles nebenwirkungsfrei!
Yoga hat Einflüsse auf bestimmte Schlüsselelemente des Stoffwechsels, die beispielsweise auch Antidepressiva haben.
Das sind aber alles nur allgemeine Fakten.
Um noch etwas mehr zu erfahren hatte ich ein kleines Interview mit meiner Yogalehrerin und habe sie nach ihrer Meinung zu den folgenden Klischees befragt:

Yoga ist nur was für Frauen
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Klar, Yoga ist vielleicht nicht die typisch männliche Sportart, doch ursprünglich wurde Yoga sogar nur von Männern praktiziert und auch einige der bekanntesten Yogis sind Männer.
Außerdem ist Yoga ein guter Ausgleichssport neben anderen Sportarten wie Fußball, Tennis oder auch Fitness.
Es fördert die Beweglichkeit, was in fast allen Sportarten wichtig ist.

Edith Lang: Das Klischee kommt wahrscheinlich daher, dass man denkt man muss sehr beweglich sein beim Yoga und Frauen sind halt von Haus aus eher beweglicher.
Dabei wird man ja erst DURCH Yoga beweglicher.



Yoga ist nur so ein Esoterik-Kram!

Es stimmt schon, dass das ursprüngliche Yoga viel mit Karma, Chacren, etc. zu tun hat und dann stammt es auch noch aus Indien. Aber um Yoga machen zu können, muss man weder an übernatürliche Dinge glauben noch so tun als ob man es täte.
Es gibt viele Yogakurse, die Yoga als reine Sportart anbieten ohne besondere Hintergründe.

Edith Lang: Yoga hat schon Hand und Fuß. Die Wirkungen für den Körper sind ja auch durchaus nachgewiesen.
Natürlich kann man es auch sehr esoterisch angehen. Das was ich mache ist aber eher körperbetont.

Wenn ich mich entspannen will, kann ich auch einfach ein Bad nehmen?!


Edith Lang: Für mich ist Yoga nicht nur Entspannung sondern natürlich auch körperliches Training, beansprucht den Geist, das Herz-Kreislauf-System wird beansprucht, die Atmung wird trainiert, man erlangt körperliche Stärke, Gleichgewicht, Flexibilität und im Endeffekt ist das Ziel von Yoga die innere Freiheit, und Entspannung ist nur ein kleiner Teil davon.

‚Wie langweilig, man sitzt ja nur rum und singt „Om“‚

Dieser Eindruck wird wohl von den ganzen Filmen erweckt, in denen Menschen am besten am Strand im Schneidersitz sitzen, mit den Händen vor der Brust gefaltet.
Doch eigentlich besteht Yoga aus vielen Übungen, die die Muskelkraft stärken und durch eine bestimmte Atemtechnik sehr beruhigend wirkt.

Edith Lang: Das Mantra singen gehört natürlich zum Yoga irgendwo dazu aber wie vorher schon gesagt ist das wieder nur ein ganz kleiner Teil.
Yoga ist ein Weg um zu sich selbst zu finden und man hat ganz viele Schritte und Möglichkeiten dahin zu kommen und das „Om“-Singen ist nur ein kleiner Bereich.
Im Yoga gibt es viele verschiedene Stile und der westliche Stil ist eher körperorientiert und da wird nicht wirklich oft „Om“ gesungen, außerdem hat man immer die Möglichkeit sich seinen Weg auszusuchen.

Warum hast du dich dafür entschieden, Yogalehrerin zu werden?

Edith Lang: Ich habe ja Sport studiert, und Sport ist auch so sehr integriert in meinem Leben, und in der Ausbildung waren nur diese klassischen Sportarten im Vordergrund. Yoga hat mich auch schon sehr lange interessiert und ich habe auch schon öfter eine Yogastunde mitgemacht.
Deshalb wollte ich einfach für mich mehr Einblick haben, die Hintergründe kennenlernen und tiefer in die ganze Materie eintauchen.
Natürlich mit dem Hintergedanken das auch zu unterrichten und weiter zu geben.
Und es war natürlich auch Interesse und Nachfrage da.

Waren die Lehrer bei der Yogaschulung anders als die bei den „klassischen“ Sportarten?

Edith Lang: Der ganze Unterricht war auch anders. Bei Sportarten wie zum Beispiel Volleyball geht es ja immer um den Leistungsvergleich mit anderen.
Beim Yoga hat man das gar nicht, da schaust du ja auf dich selbst und versuchst deine eigenen Grenzen Schritt für Schritt zu erweitern.

Was für Leute kommen so zu deinen Yogakursen?

Edith Lang: Da ist eigentlich alles dabei. Schüler, Lehrer, Leute die schon aus dem Beruf raus sind.
Also von der Altersstruktur ist eigentlich so von 16 bis 60 alles dabei und schon mehr Frauen aber es sind auch so 10% bis 15% Männer dabei. Das Ziel ist ja auch Yoga für jeden zugänglich zu machen, durch Hilfsmittel wie Blöcke oder Seile, die den Einstieg vereinfachen.
So hat jeder die Möglichkeit es auszuprobieren und dann für sich zu entscheiden „Gefällt mir das oder eher nicht?.“

Zum Schluss ein großes Dankeschön an Edith Lang vom RückenTrainingsCenter Kempten die so geduldig meine ganzen Fragen beantwortet hat!

Hast du Ergänzungen für mich?
Schreibe sie mir doch einfach ins Kommentar-Feld, ich freu mich sehr darüber!

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